ALTAUSSEE. Kommt er oder kommt er nicht: Seit einigen Wochen hält sich das Gerücht, dass der Schauspieler George Clooney für sein aktuelles Filmprojekt „Monuments Men“ ins Ausseerland kommen wird.
Tourismusdirektor Ernst Kammerer hat nach Bekanntwerden der frohen Botschaft mit der „Cinestyria“ Kontakt aufgenommen, die nach eigenen Angaben mit Clooneys Produktionsfirma in engem Kontakt steht. „Es muss noch fixiert werden, wo tatsächlich gedreht wird. Die Suche nach Filmschauplätzen beginnt in zirka drei Monaten“, sagt Cinestyria-Geschäftsführer Enrico Jakob. Doch allein die Story lässt hoffen, dass ein beträchtlicher Teil des Filmstoffs im steirischen Teil des Salzkammergutes abgedreht wird. Es geht um jene Männer, die vor Kriegsende im Auftrag der US-Regierung die von den Nazis geraubten Kunstschätze aufspüren sollen. Die wertvollsten Stücke waren 1945 in den Salzstollen von Altaussee eingelagert. Eine bereits angeordnete Sprengung des Bergwerks konnte von Bergleuten vereitelt werden.
„Die Gerüchte wurden ja von George Clooney selbst losgetreten“, betont Kammerer. Während eines Filmfestivals in Miami und zuletzt bei der Oscar-Verleihung sagte der Film-Beau zu, nach Deutschland und Österreich zu kommen. Der letzte Weltstar, der im Ausseerland drehte, war Nicolas Cage. 2008 wurden Teile des Thrillers „Season of the Witch“ auf dem Loser verfilmt. Mit Klaus Maria Brandauer ist ein früherer Hollywoodstar („Out of Africa“) in Altaussee beheimatet.
Doch aus Sicht der Tourismuswirtschaft besitzen Größen aus anderen Genres noch mehr Zugkraft: „Die 2007 in Aussee entstandene Serie ,Servus Hansi Hinterseer‘ lockt bis heute Gäste an. Kaum wird sie in Deutschland wiederholt, laufen bei uns die Telefone heiß.“
Knappen retten Schätze
April 1945: Aus verschiedenen Museen Europas wurden vor Kriegsende Kunstschätze zusammengetragen, um sie vor den Bombenangriffen zu schützen. Tief im Inneren des Ausseer Salzbergwerks lagern Werke von Rembrandt, Tizian, Raffael, Cranach und Brueghel. Zur Zerstörung der Kunstschätze kommt es nicht mehr. Knappen verhindern die Sprengung. Die US-Armee stellt die Bilder nach Kriegsende sicher.